Informationen der Landesanstalt für Bienenkunde (2009)

Die Landesanstalt für Bienenkunde an der Universität Hohenheim bietet unter der Telefonnummer 0711-459-22660 das sogenannte Varroatelefon an. Den Text dieser Ansagen finden Sie als „Infobriefe“ auch auf der Homepage der Landesanstalt.

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Varroatelefon vom 15.12.2009

Wer noch keine Restentmilbung durchgeführt hat, sollte sie während der zurzeit herrschenden Kaltwetterperiode nachholen. Das kalte Wetter veranlasst noch brütende Völker, das Brutgeschäft einzustellen.

Bei Fortdauer der kalten Witterung kann ihre Restentmilbung etwa um Weihnachten durchgeführt werden. Unabhängig davon wie lange es kalt bleibt sollte die Restentmilbung auf jeden Fall vor Eintritt der nächsten Tauwetterperiode erfolgen!

Varroatelefon vom 21.11.2009

Wer die Kaltwetterperiode in der ersten Novemberdekade für die Restentmilbung genutzt hat kann seinen Völkern „Frohe Weihnachten“ und einen „Guten Rutsch“ ins neue Jahr wünschen.

Wer diesen Termin versäumt hat sollte die Restentmilbung zumindest bei den starken Völkern, die nach wie vor brutfrei sind, in der nächsten Kaltwetterperiode nachholen.
Schwächere Völker brüten noch oder wieder. Sie werden erst in der nächsten Kaltwetterperiode veranlasst, das Brüten einzustellen und sind dann drei Wochen später brutfrei.

Varroatelefon vom 06.11.2009

Der Brutstand der Völker ist unterschiedlich. Starke Völker haben wie aufgrund des Witterungsverlaufes im Oktober zu erwarten war wenig, meist nur etwas verdeckelte Brut oder sind sogar brutfrei. Sie haben sich auch nicht durch die relativ milde Witterung Ende Oktober dazu verleiten lassen, wieder in Brut zu gehen.

Dagegen haben schwache Völker verdeckelte und auch noch offene Brut. Sie werden ihre Bruttätigkeit erst in einer länger anhaltenden Kälteperiode einstellen.

Varroatelefon vom 19.10.2009

Der Kälteeinbruch vor Mitte Oktober hat besonders die stärkeren Völker veranlasst, die Bruttätigkeit gänzlich einzustellen, sodass davon auszugehen ist, dass die meisten Völker ab Anfang November brutfrei sind und in der nächsten Kaltwetterperiode eine Restentmilbung mit Oxalsäure durch Beträufeln der mit Bienen besetzten Wabengassen durchgeführt werden kann.

Eine gute Wirkung wird dabei erreicht, wenn die Völker eng sitzen. Deshalb sollte eine Behandlung am frühen Morgen nach einer kalten Nacht erfolgen.

Varroatelefon vom 07.09.2009

Alt- und Jungvölker schränken ihre Bruttätigkeit gemäß der Jahreszeit ein. Sie pflegen zurzeit weniger Brutzellen als Bienen und haben deutlich weniger offene als verdeckelte Brut. Diese Entwicklung setzt sich fort. Deshalb kann die Winterauffütterung auch bei 1-Zargen-Völkern abgeschlossen werden.

Varroatelefon vom 18.08.2009

Bei anhaltend sommerlicher Witterung zeigen die Varroabehandlungen mit Ameisensäure eine gute Wirkung. Bei Anwendung der Medizinflasche sind sie auch sehr gut bienenverträglich.

Altvölker werden vor der Behandlung so eingeengt, dass der ehemalige Honigraum für eine Zarge Abstand zwischen dem Brutnest und dem Ameisensäuredocht sorgt. Das hilft Brutschäden zu vermeiden. Unmittelbar nach der Ameisensäurebehandlung kann aufgefüttert werden.

Varroatelefon vom 30.07.2009

Die Sommertracht ist zu Ende. Die Völker tragen bei schönem Wetter zwar viel Pollen und auch etwas Nektar ein, doch weniger als sie an Honig verbrauchen.
Deshalb ist bei Jung- und Altvölkern auf ausreichende Futterversorgung zu achten. Das gilt besonders für die zügig wachsenden Jungvölker. Ihr Futterbedarf ist besonders hoch.

Beim Füttern kann leicht Räuberei ausgelöst werden. Deshalb: nur abends Futter geben, nichts verkleckern und die Fluglöcher besonders der Jungvölker klein halten.

Varroatelefon vom 15.07.2009

Die Sommertracht ist zu Ende. Die Völker tragen bei schönem Wetter zwar viel Pollen und auch etwas Nektar ein, doch weniger als sie an Honig verbrauchen.

Deshalb ist bei Jung- und Altvölkern auf ausreichende Futterversorgung zu achten. Das gilt besonders für die zügig wachsenden Jungvölker. Ihr Futterbedarf ist besonders hoch. Wegen der Räubereigefahr sind die Fluglöcher der Jungvölker klein zu halten.

Die Zeit der Fichtentracht ist ohne Fichtentracht verstrichen. Auch von der Tanne ist nach wie vor keine Tracht zu erwarten.

Varroatelefon vom 01.07.2009

Die Schwarmzeit ist zu Ende, die Lindenblüte geht zu Ende und mit ihr an vielen Standorten eine meist bescheidene Sommertracht, die bei unbeständiger Witterung im Juni nur an sehr warmen Standorten einen zufrieden stellenden Honigertrag gebracht hat.

Die Völker sind allgemein in einem guten Zustand. Sie sind zwischen 25.000 und 40.000 Bienen stark und pflegen bis zu 40.000 Brutzellen. Die großen Brutnester sind ein Indiz für bisher ausreichende Pollenversorgung, die auch im auch im Juli - während der Maisblüte - gegeben sein dürfte.

Varroatelefon vom 20.06.2009

Die Völker sind auf dem Höhepunkt ihrer Entwicklung und allgemein in einem guten Zustand. Sie sind zwischen 25.000 und 40.000 Bienen stark und pflegen zwischen 30.000 und 40.000 Brutzellen. Ihr Pollenvorrat ist seit Ende der Rapstracht stetig geschrumpft, was auch an der anhaltend unbeständigen Witterung im Juni liegt. Der Schwarmtrieb ist am Abklingen, doch nicht gänzlich verschwunden. Deshalb sind regelmäßige Schwarmkontrollen im Abstand von 7 Tagen nach wie empfehlenswert. Die meisten Schwärme gehen ab, wenn man zu spät mit der Schwarmkontrolle beginnt oder zu früh damit aufhört.

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