Informationen der Landesanstalt für Bienenkunde (2010)

Die Landesanstalt für Bienenkunde an der Universität Hohenheim bietet unter der Telefonnummer 0711-459-22660 das sogenannte Varroatelefon an. Den Text dieser Ansagen finden Sie als „Infobriefe“ auch auf der Homepage der Landesanstalt.

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Varroatelefon vom 02.12.2010

Der November war in den beiden ersten Dekaden sehr mild und hat manche Völker zum Brüten veranlasst. Die seit Ende November anhaltende Frostperiode wird dazu führen, dass die Bienenvölker etwa um Mitte Dezember brutfrei sind. Wenn noch nicht geschehen kann ab dann die Restentmilbung durch Beträufeln der Wintertraube mit Oxalsäure durchgeführt werden. Eine gute Wirkung wird nur erreicht, wenn die Völker eng sitzen.

Varroatelefon vom 04.11.2010

Die relativ lange Kaltwetterperiode in der zweiten Oktoberhälfte hat die Völker veranlasst aus der Brut zu gehen. Auch an den warmen Standorten sind die meisten Völker bereits brutfrei oder haben nur noch etwas auslaufende Brut. Die für die zweite Novemberwoche angekündigte Kälteperiode kann somit für die Restentmilbung genutzt werden.

Varroatelefon vom 28.08.2010

Der August war insgesamt sehr regnerisch. Die da und dort mögliche Tannentracht hat leider nicht genutzt werden können. Doch war es an einigen Tagen warm genug für Varroabehandlungen mit guter Wirkung. Auch Anfang September sollen die Temperaturen tagsüber deutlich über 20 Grad steigen. Dieses warme Wetter sollte für eine Ameisensäurebehandlung insbesondere der 2-Zargen-Völker nach der Auffütterung genutzt werden.

Varroatelefon vom 09.08.2010

Ab heute soll es wieder Sommer werden. Dann könnte da und dort im Schwarzwald die Tannentracht einsetzen und bis in den September hinein anhalten. Wer sie nutzen will muss anschließend erschwerte Bedingungen bei der Vorbereitung der Völker auf den Winter in Kauf nehmen.

Wer nicht auf die Tannentracht wartet, sollte die sommerlichen Temperaturen der nächsten Tage für eine Ameisensäurebehandlung nutzen und anschließend mit der Auffütterung beginnen.

Varroatelefon vom 29.07.2010

Das zurzeit unbeständige Wetter erschwert die Beurteilung der Trachtsituation. Es ist durchaus möglich, dass es in nächster Zeit zu einer Massenvermehrung der Grünen Tannenhoniglaus und in Folge zu einer Tannentracht kommt. Da und dort wird bereits ein Anstieg der Lausdichte beobachtet. Ob er zu einem Massenbefall führt bleibt abzuwarten. Mit einer guten Tannentracht und Tageszunahmen von etwa 3 kg ist nur dann zu rechnen, wenn die Lauspopulation den Wert von 100 Tieren je Quadratmeter Zweigfläche erreicht oder überschreitet.

Varroatelefon vom 15.07.2010

Die seit Mitte Juni weit verbreitet sehr gute Fichtentracht geht auch in den Hochlagen ihrem Ende entgegen. Da und dort ist die Tanne gut verspritzt und wird auch von den Bienen beflogen. Der Besatz der Grünen Tannenhoniglaus liegt aber nur an wenigen Standorten über 100 Tieren je Quadratmeter Zweigfläche. Mit einer guten Tannentracht und Tageszunahmen von etwa 3 kg ist nur dann zu rechnen, wenn dieser Grenzwert erreicht oder überschritten wird. Wenn erwachsene Tiere in der Lauspopulation fehlen wird vorerst keine weitere Vermehrung stattfinden.

Varroatelefon vom 30.06.2010

Seit Einzug des Sommers honigt auch weit verbreitet der Wald. Die Tageszunahmen liegen bei 2 bis 6 kg und dürften zurzeit hauptsächlich von der Fichte stammen. Da und dort ist auch die Tanne verspritzt und wird von Bienen beflogen.

Besonders hohe Zunahmen lassen auf einen Massenbefall der am älteren Holz siedelnden Fichtenrindenlausarten schließen. Wenn die Tracht ausschließlich von der Großen Schwarzen Fichtenrindenlaus verursacht wird droht das Auftreten von Zementhonig.

Varroatelefon vom 17.06.2010

Da und dort hat die Waldtracht begonnen und sorgt bei trockenem Wetter für Tageszunahmen von bis zu 2 kg. An den meisten Standorten wird die Waldtracht in erster Linie durch die Rotbraune Bepuderte Fichtenrindenlaus verursacht. Ihre Kolonien sind in den starkwüchsigen Maitrieben zu finden. An einigen wenigen Standorten ist auch die Kleine Fichtenquirlschildlaus oder Kleine Lecanie an der Waldtracht beteiligt. Ihre Nutzung wird durch die anhaltend unbeständige Witterung erschwert.

Varroatelefon vom 10.06.2010

Die Schwarmzeit geht ihrem Ende entgegen. Die Baurahmen werden zwar noch ausgebaut aber nicht mehr bestiftet. Deshalb kann der Baurahmen bzw. die zu entnehmende Drohnenbrutwabe durch eine Mittelwand oder ausgebaute Wabe ersetzt werden.

Die Honigernte aus der Frühjahrstracht ist an vielen Standorten sehr bescheiden ausgefallen. Vielleicht wird die Sommertracht besser.

Varroatelefon vom 27.05.2010

Nach wie vor ist Schwarmzeit. Deshalb sind unbedingt regelmäßige Schwarmkontrollen im Abstand von 7 Tagen notwendig, wenn man die Sammelleistung der Völker für eine mögliche Waldtracht erhalten will.

An Pfingsten hat es bei sommerlicher Witterung da und dort sehr gut gehonigt. Doch geht die Blütentracht dem Ende entgegen. Die Jungköniginnen früh gebildeter Ableger haben ihren Hochzeitsflug machen können. Mit Beginn der Eiablage steigt der Futterbedarf der Jungvölker an. Deshalb ist bei ihnen auf ausreichende Futterversorgung zu achten.

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