Informationen der Landesanstalt für Bienenkunde (2011)

Die Landesanstalt für Bienenkunde an der Universität Hohenheim bietet unter der Telefonnummer 0711-459-22660 das sogenannte Varroatelefon an. Den Text dieser Ansagen finden Sie als „Infobriefe“ auch auf der Homepage der Landesanstalt.

Zusätzlich bieten wir Ihnen diese Informationstexte - mit freundlicher Genehmigung - an dieser Stelle ebenfalls an. Ein Vorteil davon ist, dass wir die Informationstexte quasi automatisch auch als RSS-Feed anbieten können. Mit einem entsprechenden Feed-Reader - oder einfach dem Mozilla Firefox Browser - können Sie diese Meldungen bequem abonnieren.

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Varroatelefon vom 22.11.2011

Der Brutstand der Völker ist sehr unterschiedlich.

An kühlen Standorten sind viele Völker brutfrei oder haben nur noch sehr wenig meist verdeckelte Brut.
An warmen Standorten haben die meisten Völker noch, wenn auch wenig verdeckelte und häufig auch noch etwas offene Brut.

In den vergangenen Tagen hat es Nachtfröste gegeben. Nun ist davon auszugehen, dass die Völker auch an den warmen Standorten die Bruttätigkeit einstellen, zwischen Anfang und Mitte Dezember brutfrei sind und dann die Restentmilbung durchgeführt werden kann.

Varroatelefon vom 07.09.2011

Der bisherige Witterungsverlauf im Spätsommer war günstig für die Varroabehandlung der Völker mit Ameisensäure und für ihre Auffütterung. Laut Wetterprognose soll der September sehr mild bleiben, sodass es nach Abschluss der Auffütterung von Alt- und Jungvölkern möglich ist, gegen Mitte September gut wirkende Ameisensäurebehandlungen durchzuführen

Fluglöcher klein halten!

Wenn Sie noch Fragen haben, können Sie sich an Ihren Fachberater, an das zuständige Untersuchungsamt oder an uns wenden. Wir sind zu erreichen unter der Telefon-Nummer 0711-4592 2659.

Varroatelefon vom 23.08.2011

Zurzeit ist es hochsommerlich warm. Laut Wetterprognose soll es auch bis Ende August warm bleiben. Dieses warme Wetter sollte für eine Ameisensäurebehandlung insbesondere der 2-Zargen-Völker vor und nach der Auffütterung genutzt werden.
Für die Behandlung mit Ameisensäure empfehlen wir die Medizinflasche entweder mit oder ohne Teller. Hinsichtlich Dosis und Dochtgröße beachten Sie die Anleitungen in Ihrem Faltblatt.

Varroatelefon vom 05.08.2011

Die Tanne ist da und dort stark von der Grünen Tannenhoniglaus befallen und wird in den Regenpausen auch gut beflogen. Bei anhaltend trockener Witterung könnte es da und dort zu einer längeren Tannentracht kommen. Wer sie nutzen will muss anschließend erschwerte Bedingungen bei der Vorbereitung der Völker auf den Winter in Kauf nehmen.

Wo keine Tannentracht ist sollte mit der Spätsommerpflege begonnen werden.

Varroatelefon vom 07.07.2011

Weit verbreitet herrscht Waldtracht. Allerdings erschwert die unbeständige regnerische Witterung die Nutzung der Honigtautracht, an der bisher Fichte und Tanne beteiligt waren. Da und dort hat es Zementhonig von der Fichte gegeben.

Von der Grünen Tannenhoniglaus hat sich kein Massenbefall entwickelt. Es könnte sein, dass dieser erst nach einer Spätvermehrung im Juli/August zustande kommt. Es lohnt sich mit dem Fangtuch den Lachnidenbefall zu überprüfen. Anzahl und Zusammensetzung der Lachnidenpopulation geben Auskunft über die weitere Entwicklung.

Varroatelefon vom 17.06.2011

Die Waldtracht hat weit verbreitet eingesetzt. Bei trockener Witterung sind tägliche Zunahmen von etwa 2 kg möglich. Allerdings erschwert die unbeständige regnerische Witterung die Nutzung der Honigtautracht, die zurzeit noch überwiegend von der Fichte stammt. Die Fichte ist weit verbreitet besonders stark von der Großen Schwarzen Fichtenrindenlaus, die sich mehr im Bauminneren aufhält, befallen. Es droht das Auftreten von Zementhonig.

Varroatelefon vom 30.05.2011

Die Fichtentracht hat da und dort begonnen. Aufgrund der bisher guten Vermehrung fast aller Rindenlausarten ist davon auszugehen, dass sie weit verbreitet auftreten und einige Wochen lang anhalten wird.

Auch die Grüne Tannenhoniglaus vermehrt sich sehr gut. Ob, wann und wo es zu einem Massenbefall und damit zu einer Tannentracht kommt bleibt abzuwarten. Es kann durchaus sein, dass die Tannentracht in 2011 erst nach einer Spätvermehrung und damit im August/September beginnt. Wer beobachtet weiß Bescheid.

Varroatelefon vom 18.05.2011

Die Rapsblüte wird auch in den Hochlagen noch im Mai zu Ende gehen. Die Honigräume sind mehr oder weniger gut gefüllt.

Die Schwarmstimmung hat deutlich nachgelassen. Dennoch sind weiterhin regelmäßige Schwarmkontrollen im Abstand von 7 Tagen notwendig und die Schwarmzellen zu brechen, um die Leistungsstärke der Völker zu erhalten.

Solange Drohnenbrut aufgezogen wird, sollte sie als Varroafalle genutzt werden.
Der Holunder blüht. Während der Holunderblüte honigen die Lecanien. Allerdings ist der Lecanienbesatz weit verbreitet so gering, dass nicht mit Lecanientracht zu rechnen ist.

Varroatelefon vom 05.05.2011

Die Frühtracht ist sehr unterschiedlich. An feuchten Standorten haben stärkere Völker bereits zwei Honigräume gefüllt, an trockenen Standorten gerade erst einen. Auch der Schwarmtrieb ist unterschiedlich stark ausgeprägt. An Standorten mit sehr guter Tracht können alle oder fast alle Völker in Schwarmstimmung sein, bei bisher mäßiger Tracht sind es nur wenige oder keine. Dennoch sind auch dort regelmäßige Schwarmkontrollen im Abstand von 7 Tagen notwendig.

Dem Auftreten des Schwarmtriebes kann durch Schröpfung und durch Einsatz des Baurahmens vorgebeugt werden.

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