Informationen der Landesanstalt für Bienenkunde (2016)

Die Landesanstalt für Bienenkunde an der Universität Hohenheim bietet unter der Telefonnummer 0711-459-22660 das sogenannte Varroatelefon an. Den Text dieser Ansagen finden Sie als „Infobriefe“ auch auf der Homepage der Landesanstalt.

Zusätzlich bieten wir Ihnen diese Informationstexte - mit freundlicher Genehmigung - an dieser Stelle ebenfalls an. Ein Vorteil davon ist, dass wir die Informationstexte quasi automatisch auch als RSS-Feed anbieten können. Mit einem entsprechenden Feed-Reader - oder einfach dem Mozilla Firefox Browser - können Sie diese Meldungen bequem abonnieren.

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Varroatelefon vom 21.09.2016

Völkerzusammenbrüche:
Zu spät behandelte, hoch belastete Völker haben in den letzten Wochen dramatisch an Bienenmasse verloren und werden jetzt von anderen Völkern ausgeräubert. Völker, die kein, oder nur schlecht Futter abnehmen stehen meist kurz vor dem Zusammenbruch - werfen Sie nochmals einen Blick in ihre Völker und lösen Sie ggf. solche, ohnehin nicht überwinterungsfähigen Völker auf!

Varroatelefon vom 29.08.2016

Es hat sich während der ersten AS-Behandlung gezeigt, dass viele Völker eine hohe Milbenlast mit sich trugen. Spitzenreiter sind Völker mit über 20000 Milben!
Die jetzt wieder etwas moderateren Temperaturen sollten genutzt werden, um die zweite Ameisensäure (AS) - Behandlung bei den Wirtschafsvölkern durchzuführen.
Sofern noch nicht geschehen, sollten jetzt auch die Jungvölker behandelt werden.

Varroatelefon vom 06.07.2016

Dort, wo die Tracht zu Ende geht und nichts mehr zu erwarten ist, sollten die ImkerInnen sich auf die Varroabekämpfung vorbereiten. Bis zur letzten Honigernte kann schon der natürliche Milbenfall über die Gemülldiagnose ermittelt werden. Notieren Sie sich die Ergebnisse!

WARNUNG:
Es muss davon ausgegangen werden, dass dieses Jahr wieder ein „Varroa-Jahr“ wird, da zunehmend Meldungen über sehr hohe Befallswerte bei der Landesanstalt in Hohenheim eingehen.

Varroatelefon vom 12.06.2016

Jetzt gehen vereinzelt Meldungen über einen erhöhten Milbenfbefall ein. Wir empfehlen Ihnen an Ihren Ständen die Befallssituation zu überprüfen. So haben Sie die Möglichkeit rechtzeitig zu agieren.

Zur Diagnose stehen Ihnen die Puderzuckermethode, das Auswaschen von Bienenproben oder die Gemülldiagnose zur Verfügung.

Sofern Ihre Beuten mit geeigneten Böden ausgestattet sind, ist die Gemülldiagnose für Sie in der Regel die einfachste Methode. Die Diagnose sollte mehrmals wiederholt werden, um möglichst verlässliche Daten zu erhalten.

Varroatelefon vom 04.04.2016

Brutzustand der Völker / Baurahmen:

Inzwischen haben die Völker ordentlich Brut angelegt und der Baurahmen kann jetzt am Rand des Brutnestes eingesetzt werden.

Eine Zanderwabe hat auf beiden Seiten zusammen ca. 6600 Zellen. Die aus solch einer Wabe schlüpfenden Bienen besetzten auf einen Schlag 3-4 zusätzliche Waben!
Das müssen Sie für Ihre Arbeitsplanung immer Berücksichtigen, sonst kann es schnell passieren, dass Sie von dieser Explosion der Völker nicht mehr hinterher kommen.

Material vorhalten:

Varroatelefon vom 15.03.2016

Brutzustand der Völker:

Die nun schon länger anhaltend kühle Witterung hat dazu geführt, dass die Völker flächendeckend das Brutgeschäft eingestellt haben.

Vor wenigen Tagen wurde bei einer Völkerdurchsicht in Kirchheim u. Teck und bei Hohenheim festgestellt, dass die Völker zurzeit fast brutfrei sind. Es wurden nur sehr kleine Restflächen verdeckelte Brut gefunden – im Schnitt hatte jedes der 30 Völker ca. 400 Brutzellen (min. 0 – max. 1680).

Varroatelefon vom 03.02.2016

Die anhaltend milde Witterung führt dazu, dass viele Völker schon kräftig in Brut gegangen sind und nun einen deutlich erhöhten Futterbedarf haben.

Als Faustzahl (!) kann man sich merken:

  • ein brutloses Volk in der Wintertraube benötigt 0,1 kg Futter/Woche
  • ein brütendes 1 kg pro Woche!

Diese Werte hängen stark von Witterungsverlauf, Volksstärke, Brutumfang, Beute u.v.m. ab und können durchaus deutlich höher sein!

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