Aktuelle Informationen der Landesanstalt für Bienenkunde

Die Landesanstalt für Bienenkunde an der Universität Hohenheim bietet unter der Telefonnummer 0711-459-22660 das sogenannte Varroatelefon an. Den Text dieser Ansagen finden Sie als „Infobriefe“ auch auf der Homepage der Landesanstalt.

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Varroatelefon vom 17.06.2011

Die Waldtracht hat weit verbreitet eingesetzt. Bei trockener Witterung sind tägliche Zunahmen von etwa 2 kg möglich. Allerdings erschwert die unbeständige regnerische Witterung die Nutzung der Honigtautracht, die zurzeit noch überwiegend von der Fichte stammt. Die Fichte ist weit verbreitet besonders stark von der Großen Schwarzen Fichtenrindenlaus, die sich mehr im Bauminneren aufhält, befallen. Es droht das Auftreten von Zementhonig.

Varroatelefon vom 30.05.2011

Die Fichtentracht hat da und dort begonnen. Aufgrund der bisher guten Vermehrung fast aller Rindenlausarten ist davon auszugehen, dass sie weit verbreitet auftreten und einige Wochen lang anhalten wird.

Auch die Grüne Tannenhoniglaus vermehrt sich sehr gut. Ob, wann und wo es zu einem Massenbefall und damit zu einer Tannentracht kommt bleibt abzuwarten. Es kann durchaus sein, dass die Tannentracht in 2011 erst nach einer Spätvermehrung und damit im August/September beginnt. Wer beobachtet weiß Bescheid.

Varroatelefon vom 18.05.2011

Die Rapsblüte wird auch in den Hochlagen noch im Mai zu Ende gehen. Die Honigräume sind mehr oder weniger gut gefüllt.

Die Schwarmstimmung hat deutlich nachgelassen. Dennoch sind weiterhin regelmäßige Schwarmkontrollen im Abstand von 7 Tagen notwendig und die Schwarmzellen zu brechen, um die Leistungsstärke der Völker zu erhalten.

Solange Drohnenbrut aufgezogen wird, sollte sie als Varroafalle genutzt werden.
Der Holunder blüht. Während der Holunderblüte honigen die Lecanien. Allerdings ist der Lecanienbesatz weit verbreitet so gering, dass nicht mit Lecanientracht zu rechnen ist.

Varroatelefon vom 05.05.2011

Die Frühtracht ist sehr unterschiedlich. An feuchten Standorten haben stärkere Völker bereits zwei Honigräume gefüllt, an trockenen Standorten gerade erst einen. Auch der Schwarmtrieb ist unterschiedlich stark ausgeprägt. An Standorten mit sehr guter Tracht können alle oder fast alle Völker in Schwarmstimmung sein, bei bisher mäßiger Tracht sind es nur wenige oder keine. Dennoch sind auch dort regelmäßige Schwarmkontrollen im Abstand von 7 Tagen notwendig.

Dem Auftreten des Schwarmtriebes kann durch Schröpfung und durch Einsatz des Baurahmens vorgebeugt werden.

Varroatelefon vom 08.04.2011

Die Völker sind in einem sehr guten Zustand. Sie wachsen, auch an den kalten Standorten, und dehnen ihr Brutnest beständig aus. Die stärkeren Völker werden noch vor Mitte April den maximalen Brutumfang von 40.000 Zellen erreichen. Dann könnte bereits um Ostern Schwarmstimmung auftreten.

Varroatelefon vom 02.12.2010

Der November war in den beiden ersten Dekaden sehr mild und hat manche Völker zum Brüten veranlasst. Die seit Ende November anhaltende Frostperiode wird dazu führen, dass die Bienenvölker etwa um Mitte Dezember brutfrei sind. Wenn noch nicht geschehen kann ab dann die Restentmilbung durch Beträufeln der Wintertraube mit Oxalsäure durchgeführt werden. Eine gute Wirkung wird nur erreicht, wenn die Völker eng sitzen.

Varroatelefon vom 04.11.2010

Die relativ lange Kaltwetterperiode in der zweiten Oktoberhälfte hat die Völker veranlasst aus der Brut zu gehen. Auch an den warmen Standorten sind die meisten Völker bereits brutfrei oder haben nur noch etwas auslaufende Brut. Die für die zweite Novemberwoche angekündigte Kälteperiode kann somit für die Restentmilbung genutzt werden.

Varroatelefon vom 28.08.2010

Der August war insgesamt sehr regnerisch. Die da und dort mögliche Tannentracht hat leider nicht genutzt werden können. Doch war es an einigen Tagen warm genug für Varroabehandlungen mit guter Wirkung. Auch Anfang September sollen die Temperaturen tagsüber deutlich über 20 Grad steigen. Dieses warme Wetter sollte für eine Ameisensäurebehandlung insbesondere der 2-Zargen-Völker nach der Auffütterung genutzt werden.

Varroatelefon vom 09.08.2010

Ab heute soll es wieder Sommer werden. Dann könnte da und dort im Schwarzwald die Tannentracht einsetzen und bis in den September hinein anhalten. Wer sie nutzen will muss anschließend erschwerte Bedingungen bei der Vorbereitung der Völker auf den Winter in Kauf nehmen.

Wer nicht auf die Tannentracht wartet, sollte die sommerlichen Temperaturen der nächsten Tage für eine Ameisensäurebehandlung nutzen und anschließend mit der Auffütterung beginnen.

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